Leopold Herbrich

Messgehilfe. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1888   † 1943

 

Lebenslauf

Leopold Herbrich wurde am 23.10.1888 in Wien geboren. Er arbeitete als Messgehilfe im E-Werk Simmering. Leopold Herbrich war mit seiner Gattin Anna verheiratet.

Widerstand, Todesurteil, Hinrichtung

Leopold Herbrich fungierte als Kreisleiter der KPÖ. Er arbeitete im Widerstand eng mit seiner Frau Anna zusammen.

Leopold Herbrich wurde am 27.1.1941 gemeinsam mit seiner Frau verhaftet. Am 13.11.1942 erfolgte seine Verurteilung zum Tode. Am 29.4.1943 wurde Leopold Herbrich hingerichtet, am selben Tag wie seine Frau.

Aus dem Urteil

“(…) Ende 1939 wurde Herbrich von dem bereits abgeurteilten Kommunisten Alois Treiber, der damals die kommunistischen Organisationen der Gemeindebezirke IV bis IX leitete, aufgefordert, in den Simmerinnen Elektrizitätswerken eine kommunistische Organisation aufzuziehen. Zugleich bestimmte ihn Treiber für den Fall seiner (des Treiber) Verhaftung zum Kreisleiter der Bezirke VII bis IX. Er machte ihn mit dem bereits verurteilten Kommunisten Eduard Jaroslawsky, dem Kreisleiter der Bezirke IV bis VI bekannt und ließ ihn durch diesen in seine zukünftigen Aufgaben einführen. Noch Ende Dezember 1939 hielt Herbrich im Auftrage des Jaroslawsky in einer Schrebergartenhütte nächst Klosterneuburg einen Vortrag über die Weiterführung der Organisation der KPÖ. Ihm wohnten die Angeklagten Anna Herbrich, Kosjek, Kolar und Franziska Appel bei. Ebenfalls noch Ende 1939 versuchte Herbrich im Auftrage des Jaroslawsky auch Verbindungen zur Provinz zu erhalten. Fahrten zu diesem Zwecke nach Maria Ansbach und nach Vösendorf brachten jedoch keinen Erfolg. (…) Herbrich bemühte sich auch darum, in die Betriebe der ihm unterstehenden Bezirke einzudringen. Als er sich mit dem Gedanken trug zurückzutreten, fertigte er für Puschmann eine Liste dieser Betriebe und der Personen an, die für sie als Verbindungsleute in Betracht kämen. Ende Januar 1941 wurde er verhaftet. Zu dieser Zeit war er von seiner Stelle noch nicht zurückgetreten. Wie er angibt, hatte er sich durch den Kommunisten “Ossi” überreden lassen, seine Stelle einstweilen, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden worden sei, zu behalten. Den gegen ihn festgestellten Sachverhalt hat Herbrich in der Hauptverhandlung offen und ohne Einschränkung eingeräumt.”

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Weblinks und Quellen

Wir erinnern uns

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